5. Engel im Stadtspürer®-Adventskalender – ENGEL DES LICHTS.

Engel ist nicht gleich Engel – zumindest wenn es nach der Angelologie geht, der Engelkunde. Da gibt es Seraphim und Cherubim, Fürsten und Throne. Vier von ihnen aber sind in der christlichen Tradition besonders herausgehoben und als die vier Erzengel bekannt. Nur drei von diesen werden in den Schriften überhaupt namentlich erwähnt: Michael, Gabriel und Raphael. Der vierte heißt Uriel – “das Licht Gottes”.

Sein Kult wurde jedoch bereits Ende des 8. Jahrhunderts in der katholischen Kirche untersagt – eben weil er nicht in den anerkannten Schriften auftaucht. Seitdem gilt er als der verborgene Engel. Seine Macht gleicht der des Blitzes, der die Dunkelheit erhellt. In seinem Oratorium “Die Schöpfung” lässt Haydn ihn besingen: „Uriel – Und Gott sah das Licht, daß es gut war, und Gott schied das Licht von der Finsternis”. Uriel offenbart uns blitzartig Inspirationen, erhellt unseren Weg auf der Suche nach unserem inneren Licht. In den dunkelsten Stunden unserer Seele erleuchtet Uriel unser Leben – und heilt unsere Trauer.

Diesen modernen Uriel habe ich – zusammen mit seinen drei Miterzengeln – an der Pforte zu St. Jakob am Anger entdeckt. Wer die schlichte Kirche aus den 60er Jahren betritt, berührt diesen Engel des verborgenen Lichtes. In der Kirche selbst wirst du einen schnörkellosen, hellen und ruhevollen Raum finden. Ein überraschender Ort der Kraft für alle, die auf der Suche nach der “staden Zeit” inmitten des Trubels sind.

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